Die Sache mit dem Risiko: Entrepreneurship mit Höhen und Tiefen

Bild

Morten Lund (38) ist dänischer Entrepreneur. In seiner noch jungen Karriere gründete oder investierte er in mehr als 50 Hightech-Startups. Darunter sind solch wertvolle Beteiligungen wie ein sogenanntes Early-Stage-Investment in die Firma Skype. Seine Botschaft: Risiko wird nicht immer belohnt, aber dennoch niemals aufgeben!

Typisch Entrepreneur, sieht er die Zeit für disruptive Innovationen wieder gekommen. Aufgrund der Tatsache, dass sich viele seiner Kollegen während der Rezession in sichere Jobs zurückgezogen haben, können sich gerade jetzt bahnbrechende Erfindungen am Markt durchsetzen. Das gilt besonders für Innovationen, die Firmen Kosten einsparen.

So engagiert sich Morten Lund in einem Startup namens trade shift, welches die elektronische Rechnungszustellung revolutionieren will. Trade shift kann die Nutzung von kostenaufwändigen elektronischen Abrechnungssystemen (EDI Networks) überflüssig machen. Die Zeiten in denen Rechnungen per Post oder pdf verschickt und wieder mühsam in den Computer eingetragen wurden, sind damit vorbei. Das Versprechen von trade shift: einfaches webbasiertes e-Invoicing für jedermann, eine Verbindung zur Buchhaltung und vor allem: eine Verbindung mit der gesamten Lieferkette.

Trade shift scheint auch für Morten Lund einen fundamentalen Shift zu bedeuten: ein schönes Up nach einer Down-Phase. Denn als er bankrott war, war er dennoch weit davon entfernt einfach aufzugeben. Morten Lund vergleicht Entrepreneurship mit einem Casino, das oftmals eine miserable Quote hat. 7 von 10 Entrepreneuren erleiden Schiffbruch. Jeder, der sich als Entrepreneur versuchen will, sollte sich bewusst sein, dass es schief gehen kann.

Entrepreneur sein heißt an sich glauben, Durchhaltevermögen zeigen und wenn nötig, immer wieder von vorne anfangen. Hilfreich für alle ist es deshalb, auch über die Misserfolge zu berichten und nicht nur dann, wenn man den großen Coup gelandet hat. Das Interview mit Morten Lund beim diesjährigen St. Gallen Symposium sehen Sie hier im Video.

Was lehrt diese Geschichte Menschen, die in Unternehmen für Innovationen verantwortlich sind – sogenannte Intrapreneure? Nicht jede Innovation kann ein Erfolg sein. Erfolgsquoten einzufordern wäre nicht nur unfair sondern durch den erzeugten Druck auch kontraproduktiv. Innovation braucht Zeit, Durchhaltevermögen und vor allem: den Willen, nach einem Fehlschlag auch wieder aufzustehen.

Artikel aus der Branche
15.01.2015
In Amsterdam probieren Unternehmer, Wissenschaftler und Politik die neue Bautechnik aus. HB I Amsterdam Langsam dreht die gigantische Nadel ihre Runde. Sie spritzt Millimeter dünn eine Kunststoff- Masse auf den Boden – wie endlos lange Spaghetti. „Das wird eine Säule“, sagt Nathalie Swords. Die 25-jährige deutsche Architekturstudentin sitzt auf einem Campinghocker und tippt ab und zu etwas in ihren Laptop. „1,60 Meter wird sie hoch. Das dauert acht Stunden.“ 

16.12.2014
Im Jahr 2050 werden zwei Drittel der Menschen in Städten leben. Dafür müssen neue Wohnformen und Verkehrssysteme entwickelt werden. 

04.11.2014
Neue Techniken sollen die Sanierung maroder Brücken und Straßen beschleunigen – und die Kosten senken. Ein Beispiel: selbstheilender Beton. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
28.08.2014
Es muss nicht immer Erdöl sein. Viele Materialien lassen sich aus Pflanzen gewinnen. Industrielle Fertigungstechnik soll den Bio-Kunststoffen zum Durchbruch verhelfen. 

06.08.2014
Ein französischer Ökopionier wirbt für „Filtergärten“. Die Technik soll sogar Kläranlagen ersetzen können. Karin Finkenzeller Wirtschaftswoche ParisSkeptische Blicke istThierry Jacquet gewöhnt. „Es klingt ja auch ein bisschen seltsam, wenn einer behauptet, er würde Abwässer mithilfe von Pflanzen so sauber kriegen, dass man darin baden kann“, sagt der 49-jährige Franzose und zwinkert vergnügt durch die runde Brille. 

20.05.2014
Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Erfindung des dänischen Biochemikers und Unternehmers Peter Holme Jensen könnte ihnen helfen und die weltweite Wasserversorgung revolutionieren. HB I Berlin Lösungen für die großen Probleme dieser Welt können auch im Kleinen liegen. So weit im Kleinen, dass man sie nicht einmal unter dem Mikroskop erkennt. Wie bei der Technik, die dem dänischen Biochemiker Peter Holme Jensen die Nominierung für den Europäischen Erfinderpreis 2014 eingebracht hat. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
29.01.2015
Das vergreisende Land sucht eine technische Lösung für den Arbeitskräftemangel. Binnen weniger Jahre soll sich der Robotermarkt vervierfachen. Martin Kölling Handelsblatt Tokio Maschinen statt Migration – mit diesem Mittel versucht Japan die negativen Folgen des Bevölkerungsschwundes zu bekämpfen. Am Freitag hat der Regierungsausschuss für die Verwirklichung der Roboterrevolution einen Fünf-Jahresplan vorgelegt, mit dem der Robotermarkt in Japan auf 2400 Milliarden Yen vervierfacht werden soll. Roboter sollen den Arbeitskräftemangel lindern.

16.12.2014
Im Jahr 2050 werden zwei Drittel der Menschen in Städten leben. Dafür müssen neue Wohnformen und Verkehrssysteme entwickelt werden. 

11.12.2014
In Japan beginnt ein Feldversuch mit humanoiden Automaten im Einzel -handel. Nestlé setzt solche Geräte bei der Kundenberatung ein. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
19.02.2015
Es klingt wie der Stein der Weisen: Ein Deutscher in China verwandelt Fäkal-Schlamm in Düngemittel und Biogas – und macht damit blendende Geschäfte HB I PekingHeinz-Peter Mang ist von der Idee besessen, aus menschlichen Fäkalien Geld zu machen. Angesichts der massenhaft in die Städte ziehenden Chinesen ist der deutsche Ingenieur überzeugt, dass das Land das große Los gezogen hat. 

04.12.2014
Kommunen suchen nach Wegen, die Laubberge im Herbst klimafreundlich weiterzuverwerten. HB I Berlin Jetzt fallen sie wieder, in gelb, rot und braun. Allein in Berlin, der grünen Hauptstadt, sind es etwa 70 000 Tonnen Blätter, die jeden Herbst an Straßen, in Parks und Gärten zusammengekehrt und dann entsorgt werden müssen. Es ist ein Laubberg, der rund 2000 Güterwaggons füllen könnte. Doch wohin mit der bunten Pracht? 

18.08.2014
Amerikanische Eisenbahngesellschaften testen verflüssigtes Erdgas als Dieselersatz. Das könnte die Umwelt entlasten und den Firmen viel Geld sparen. C. Schlautmann Handelsblatt DüsseldorfEs produziert bei der Verbrennung weniger Klimagas als Diesel, reduziert die Feinstaubbelastung drastisch und ist seit dem Schiefergas- Boom in rauen Mengen preiswert erhältlich: Liquefied Natural Gas (LNG), zu Deutsch „verflüssigtes Erdgas“. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
27.01.2015
Sogenannte Forgedächtnis-Technologien revolutionieren Medizin, Auto- und Flugzeugbau, Raumfahrt und selbst Möbel und Küchenherde. Die Werkstoffe können von selbst ihre Form verändern. 

23.01.2015
Die neue Technik bietet bei Spezialanfertigungen gewaltige Vorteile. Vor allem in der Medizintechnik und der Luftfahrtindustrie ist die Nachfrage groß. 

20.01.2015
Die Fahrzeuge der Zukunft fahren nicht nur von selbst, sondern sollen auch die Zahl der Unfälle drastisch verringern und den Verkehr entlasten. Göteborg will schon 2017 die neuen Möglichkeiten ausprobieren. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
04.02.2015
Das Internet und neue technische Möglichkeiten zwingen Unternehmen zum Umdenken. Der Konsumgüterriese Procter & Gamble testet bereits den automatisierten Kauf von Rasierklingen. 

15.10.2014
Forscher entwickeln künstliche Gliedmaßen mit neuronalem Anschluss. Damit lassen sich sogar Trauben pflücken. HB I Cleveland Handprothesen mit viel Fingerspitzengefühl haben amerikanische und schwedische Forscher entwickelt. Dabei nutzten sie neuartige Verschaltungen zwischen den Prothesen und den vorhandenen Nerven im amputierten Arm der Patienten. Die Wissenschaftler konnten so deren Gespür für Gegenstände deutlich verbessern. Beide Forscherteams beschreiben ihre Arbeiten im Journal „Science Translational Medicine“. 

18.08.2014
Jeff Bezos, Konzernchef und Multimilliardär, finanziert High-Tech-Projekte wie Raumfähren fürTouristen Matthias Hohensee Wirtschaftswoche Silicon Valley Seine Kritiker halten Jeff Bezos für einen skrupellosen Hasardeur, der Amazon um jeden Preis immer größer machen will – ohne Rücksicht auf Aktienkurs und Rendite. Erst vor wenigen Wochen meldete der US Internetkonzern einen Verlust von 126 Millionen Dollar für die vergangenen drei Monate. Und stellte einen noch höheren Fehlbetrag für das laufende Quartal in Aussicht. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
26.02.2015
Hightech für Demenzkranke3-D-Sensoren sollen alten Menschen helfen, länger in ihrer Wohnung leben zu können. HB I ChemnitzDemenzkranke Menschen sollen mit Hilfe von Hightech künftig länger in ihren eigenen Wohnungen leben können. Die Technische Universität Chemnitz will auf der Cebit in Hannover ein System auf Basis sogenannter 3-D-Sensoren vorstellen, das Patienten in deren Wohnung lokalisieren und auch an bestimmte Dinge erinnern kann. Informationen für Angehörige oder Pfleger 

24.02.2015
Software übersetzt Gesichtsausdrücke in Gefühle – Programm wird bereits in der Marktforschung genutzt 

17.02.2015
Exoskelette greifen elektrische Signale des Gehirns auf. Und setzen damit einen Gehroboter in Bewegung. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
05.02.2015
Das deutsche Raumfahrtzentrum will ein Spaceshuttle in Rostock landen lassen. 

25.11.2014
Forscher haben die unglaublichen Klebfüße der kleinen Echsen nicht nur nachgebaut, sondern noch verbessert. 

18.11.2014
Nach anfänglichen Problemen hat das Mini-Labor „Philae“ die Arbeit aufgenommen und schon erste Daten von „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ geliefert. HB I Darmstadt

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
06.01.2015
Gummihütchen, Membranen oder Mini-Schalter: Die Welt der Computertastaturen ist geheimnisvoll. Doch nicht jedes Modell ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet. 

29.07.2014
High-Tech-Kameras drehen 360-Grad-Filme, liefern autonom Luftaufnahmen per Drohne und verschmelzen virtuelle und reale Welt. 

22.08.2013
Große Hitze und ständige Stromausfälle: Die Strapazen für Handys und Internet auf dem Schwarzen Kontinent sind groß. Kenianer haben eine neue Technologie entwickelt, die dem Rechnung trägt.Wer in Afrika reist oder arbeitet, weiß, dass Kommunikationsverbindungen schon wegen der unsicheren Stromversorgung Glückssache sind. Mittlerweile ist zwar ein Großteil des Kontinents ans Mobilfunknetze angeschlossen. Doch was nutzt das, wenn die Antenne, der Laptop oder das Ladegerät gerade keinen Strom haben oder wegen empfindlicher Elektronik in dem extremen Klima den Geist aufgeben?

Weitere Artikel aus der Branche
Bild des Benutzers Marcus Steinberg

Ich denke die Idee für trade

Ich denke die Idee für trade shift ist großartig. Es bedarf solcher Entrepreneure um Marktdisruptionen zu erzeugen und längst fällige, alte Standards zu durchbrechen.

Leider ist mir die Idee nicht gekommen... und ich bin wohl einer derjenigen die gerne über Innovationen reden aber nicht den Spirit haben wir Morten.

Kommentar hinzufügen
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu verifizieren, ob Sie ein realer Benutzer sind und so automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Wer sind wir
Logo 3M
3M beherrscht die Kunst, zündende Ideen in Tausende von einfallsreichen Produkten umzusetzen – kurz: ein Innovationsunternehmen, welches ständig Neues erfindet. Die einzigartige Kultur der kreativen Zusammenarbeit stellt eine unerschöpfliche Quelle für leistungsstarke Technologien dar, die das Leben besser machen. Deshalb: Wenn Sie denken, dass 3M etwas für Sie tun kann, dann schreiben Sie uns.
Partner:
FAZ - Institut
RWTH Aachen
F&E Manager
Technische Uviversität Berlin
3M - Contentpartner
Steinbeis SMI
eSSENTIAL Accessibility Icon Download free eSSENTIAL Accessibility Browser