Vernetzt unterwegs: Urbane Mobilität wird immer smarter

Urbane Mobilitaet

Schneller, bequemer und günstiger von A nach B fahren, Spaß dabei haben und sogar noch Ressourcen schonen: Urbane Mobilität wird derzeit komplett neu erfunden. Innovationen wie Apps und die direkte Vernetzung des Autos mit Online-Services eröffnen  den Raum für effiziente Mobilität und lukrative Geschäftsmodelle.

Das System des Carsharing von Anbietern wie Flinkster und Car2Go ist einfach: Auto buchen, abholen, fahren, zurückgeben. Dieses Prinzip der gemeinschaftlichen Nutzung ist inzwischen auch auf Haushaltsgegenstände aller Art übertragen worden und verbreitet sich immer weiter. Auch die Technology Review brachte in ihrer letzten Ausgabe eine Titelgeschichte über „das öffentliche Auto“. Und dabei scheint der aktuelle Stand erst der Anfang einer völlig neuen Art der urbanen Mobilität zu sein. Wenn Mobilität geschickt mit sozialen Netzwerken und neuen technischen Möglichkeiten verbunden wird, entstehen weitere spannende Innovationen.

Mitfahren und Parkplatzsuchen 2.0

Anbieter und Nutzer von Mitfahrgelegenheiten finden bei Diensten wie car2gether und Flinc inzwischen nicht mehr nur am PC, sondern auch direkt auf der Fahrt periPhone oder Navigationssystem zueinander. Wer schon einmal in San Francisco einen Parkplatz gesucht hat, ahnt, wie genial Park Circa ist: Dort geben Besitzer privater Parkplätze an, wann sie mit dem Auto unterwegs sind. Derweil kann doch jemand anders in der Einfahrt stehen, und ein paar Cent zur Tilgung des Immobilienkredits beisteuern. In Paris sorgt Smartgrains für eine optimale Auslastung von Parkhäusern. Dazu ermitteln Sensoren, welche Parkplätze frei sind und melden sie an die App. Wenn das übliche Herumkurven entfällt, bleibt mehr Zeit für Shopping und Sightseeing – die Investition in das System lohnt sich auch für die Parkhausbetreiber.

Im vernetzten Auto mobil auf dem Laufenden

Auch das Auto selbst wird immer stärker vernetzt und das Smartphone zu einem essenziellen Bestandteil des Cockpits. Mit Schnittstellen zu sozialen Netzwerken wie Facebook und anderen Online-Services bricht auch die Automobilindustrie in neue Dimensionen auf. Vier Fallbeispiele renommierter Automarken:

Mercedes:

Das neue mit dem Google Map Service verbundene Navigationssystem von Mercedes ermöglicht die Routenplanung bequem per iPad. Karten werden vom Mercedes-Server übertragen und Städte lassen sich auf Wunsch auch in anschaulicher Dreidimensionalität entdecken.

Audi:

Mit dem Dienst Audi Connect setzt der Autohersteller ab April 2012 ganz auf vernetzte Mobilität und Infotainment. Online-Informationen wie die Navigation mit Google Earth-Bildern, Wetter, Nachrichten und Verkehrsinformationen werden direkt in das Fahrzeug übermittelt. So wird das Auto zum WiFi-Hotspot.

BMW:

Mit EVolve stellt BMW eine App zur Verfügung, die dem Nutzer sagt, ob sein Fahrverhalten sich für ein Elektroauto eignet oder nicht. Bereits nach drei Fahrten wird aufgrund von relevanten Faktoren wie dem Verhältnis zwischen Fahrzeit und Standzeit ein verwertbares Ergebnis ermittelt.

Ford:

Eine speziell für den Ford Focus Electric entwickelte Mobile App verbindet das eigene Smartphone mit der Bordelektronik des Autos. Damit lässt sich die Aufladung des Elektroautos sogar aus der Ferne steuern und jederzeit eine Route zu einer Ladestation berechnen, die mit der noch verfügbaren Aufladung zu erreichen ist.

Umdenken, Nischen nutzen und durchstarten

Im Bereich der städtischen Mobilität gibt es noch viele Möglichkeiten, Fahrten von A nach B schneller, einfacher, günstiger und genussvoller zu gestalten und letzte Lücken in der Versorgung mit Verkehrsmitteln zu schließen. Hier sind Fahrzeughersteller und ÖPNV Anbieter nach Lösungen gefragt. Die Entwicklung eines (vielleicht sogar mobil vernetzten) Elektroscooters wäre zum Beispiel ein bedenkenswerter Ansatz.

Ein gutes Beispiel dafür liefert Volkswagen mit seinem neuen Car Sharing Dienst Quicar in Hannover. Dort werden nicht nur die interaktiven Möglichkeiten von Smartphones zum Finden und Buchen von Fahrzeugen genutzt sondern auch gezielt soziale Netzwerke eingebunden um Empfehlungen und Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu verbreiten.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass digitale Innovationen vermehrt Einzug halten in „klassische“ und etablierte Geschäftsmodelle. Deshalb ist ein radikales Umdenken und Innovationsbereitschaft wichtiger denn je, wie auch die folgende Grafik zeigt:

Erloese_2020

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Hallo! Schöne Zukunftsmusik

Hallo!

Schöne Zukunftsmusik steht uns bevor! Ich finde alle Ansätze super, hoffe jedoch, dass die Kosten der Mobilität nicht weiter steigen. Für viele ist auch das private Carsharing wie etwa mit Autonetzer.de für alle Seiten eine vorteilhafte und günstige Alternative. Da mache ich natürlich mit!

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