Hilfsbereitschaft in Hülle und Fülle: Crowdsourcing

Open Innovation - Crowdsourcing

Wenn ein Unternehmen externe Firmen mit ursprünglich intern verrichteten Tätigkeiten beauftragt, heißt das Outsourcing. Ist der Auftragnehmer die allgemeine Öffentlichkeit, so wird daraus „Crowdsourcing“ – das Auslagern von Teilen der Geschäftstätigkeit, insbesondere Innovationsprozessen an die Gemeinschaft der Internetnutzer mittels einer offenen Ausschreibung.

Der Begriff Crowdsourcing geht zurück auf Jeff Howe, der im Jahr 2006 in einem „Wired“-Artikel beschrieb, wie Preissturz bei digitalen Kameras zur Entstehung von Fotodatenbanken führte, die den Profi-Fotografen scheinbar das Wasser abgruben.

Die nahezu zwei Milliarden Menschen, die das Internet weltweit nutzen, besitzen zusammen ein unglaubliches Maß an Kreativität und Tatkraft – das Unternehmen gerne für sich nutzen möchten – und auch können, wenn sie es richtig angehen.

Was nicht oder nur vorübergehend funktioniert, ist Ausbeutung: mit dem Wissen und Können der Nutzer mächtig Gewinn zu erzielen und nichts zurückzugeben. Gerade weil beim Crowdsourcing die bekannten Social-Media-Mechanismen greifen, ist Offenheit, Glaubwürdigkeit und Fairness angesagt. Das meint jedenfalls Matias Roskos, der auf seiner Website andererseits viele Erfolg versprechende Anwendungsszenarien und Fallbeispiele nennt.

Web 2.0 als Voraussetzung

Die Grundidee, Kundenwünsche bei der Produktentwicklung einzubeziehen und damit Profit zu erzielen, ist nicht neu. Eine echte Schwarmauslagerung aber wurde erst durch die rasante Entwicklung der sozialen Netzwerke möglich: Ihre typischen Web 2.0-Funktionen wie Weiterempfehlen, Kommentieren und Bewerten sind Schlüsselelemente netzbasierter Innovationsstrategien.

Im Best-Practice-Blog von Burkhardt Schneider finden sich viele aktuelle Crowdsourcing-Beispiele, ebenso wie eine deutsche Fassung der Top-Ten-Anbieter nach Einschätzung des Innovation Zen Bloggers Daniel Scocco.

Massenhaft Geschäftsideen

Im Blog der Harvard Business Review gibt der Gründer der gemeinnützigen Organisation African Institution of Technology Ndubuisi Ekekwe Tipps für erfolgreiches Crowdsourcing:

  • Aufgabe eindeutig formulieren: Es empfiehlt sich, die Aufgabe klar und leicht verständlich darzustellen. Andernfalls ist es wahrscheinlich, dass die Vorschläge der Internet-Crowd genauso unausgegoren sind.
  • Gezielt ansprechen: Ein Nanotechnologie-Thema ist im Umfeld einer technischen Hochschule besser aufgehoben als auf einer allgemeinen Facebookseite, wo es wahrscheinlich untergeht.
  • IP-Rechte klären: Wem gehören die Ideen? Wenn die Besitzrechte an den eingebrachten Lösungsvorschlägen nicht klar sind, drohen Gerichtsprozesse wegen des Missbrauchs von geistigem Eigentum.
  • Netzwerk pflegen: Abgesehen von der Bezahlung lohnt es sich gewöhnlich, die Teilnehmer zusätzlich zu motivieren, wie etwa bei einer Aktion der Firma L’Oreal, die sich an Stammkunden der Drogeriemarke richtete. Für Vorschläge zur Verbesserung der Produktpalette gab es Als Belohnung unter anderem Einladungen zu Firmenevents.
  • Werbetrommel rühren: Um Wissenschaftler, Amateure und Universitäten für das Projekt zu begeistern, reicht es nicht aus, nur das zu lösende Problem ins Netz zu stellen. Ohne Werbung kommt eine Crowdsourcing-Aktion nur schwer oder gar nicht in Gang.
  • Expertenrat einholen: Es gibt Spezialisten für Crowdsourcing-Projekte: Diese Unternehmen – bekanntere sind Innocentive und IdeaConnection – helfen beispielsweise, wenn es darum geht, Top-Talente auszumachen und anzusprechen.
  • Hausinterne Alternative bereithalten: Die kollektive Intelligenz reicht manchmal eben nicht aus, um das Problem eines Unternehmens zu lösen.

Crowdsourcing – kollektive Weisheit und ihre Risiken

Die Ideensuche ins Internet auszulagern, ist auch mit Risiken verbunden. Wenn das Crowdsourcing über firmenfremde Websites stattfindet, können vertrauliche Informationen durch technische Pannen in falsche Hände geraten. Und selbst, wenn der Ort des Austauschs eine firmeneigene Plattform ist, sind vorsätzlich undichte Stellen nicht auszuschließen.

Einige weitere Nachteile wie hohe Kosten oder mangelndes Durchhaltevermögen führt der Wikipedia-Artikel zum Thema Crowdsourcing auf. All dies gilt es natürlich abzuwägen gegenüber den unschätzbaren Vorteilen, die entstehen, wenn Kunden an Wertschöpfungsprozesse von der Produktentwicklung bis zum Marketingbeteiligt werden.

 

In dem Video, „Business Ideas from the crowd“ erläutert Howe sein Verständnis von Crowdsourcing.

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3 KommentareKommentar schreiben
Bild des Benutzers Erfinder Team

Hallo Anonymous, vielen Dank

Hallo Anonymous,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie führen einige interessante und berechtigte Punkte und Fragestellungen in diesem Zusammenhang auf, die sicherlich der weiteren Klärung bedürfen. Im Folgenden wollen wir deshalb versuchen, durch weitere Einzelheiten vor allem zur Plattform Zukunft-Innovation zum weiteren Verständnis beizutragen.
 

3M betreibt die Ideenplattform http://www.Zukunft-Innovation.com nicht selbst. Träger der Plattform ist der gemeinnützige Verein "Zukunft-Innovation", dessen vorrangige Zielsetzung die Verbreitung, Implementierung und Anwendung von Methoden des Innovationsmanagements ist. Ein wesentliches Element der Initiative ist es, innovativen Betrieben und Innovatoren eine Open-Innovation-Plattform zu Selbstkosten zu Verfügung zu stellen. Die Plattform ist nicht gewinnorientiert, und momentan nicht zu erwartende Überschüsse werden in Projekte zur Förderung von Innovationskultur reinvestiert.

Es ist nicht korrekt, dass die Prämien auf mehrere hundert Ideen verteilt werden. Bei der Konzeptfrage werden maximal 13 Prämien ausgeschüttet. Die ersten 10 Ideen aus dem Flowers-Ranking und 3 Konzepte aus dem Unternehmensranking werden prämiert. Bei der Brainstorming-Frage können sich die Prämienausschüttungen sogar nur auf 10 Ideen beschränken.

Die Möglichkeit für die Innovatoren Community "Vetternwirtschaft" zu betreiben, wird durch eine kürzlich eingeführte Maßnahme bestmöglich ausgeschlossen: Die Ideen- und Lösungsvorschläge auf der Plattform Zukunft-Innovation bleiben während der Ideenphase anonymisiert. Solange zu einer Frage Ideen eingegeben werden können, ist nicht ersichtlich, wer diese Ideen erstellt hat. Dadurch ist es so gut wie unmöglich, gezielt bestimmte Ideen zu bewerten, um ausgewählte Innovatoren zu Prämien zu verhelfen.

Wir hoffen wir konnten durch die weiteren Informationen zum Prämien- und Bewertungsprozess weiterhelfen.

Herzliche Grüße,
Das Erfinder-Team
Bild des Benutzers Anonymous

http://www.finanznachrichten.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-10/18123384-mehr-innova...
Als forschendes Multi-Technologieunternehmen produziert 3M Tausende von innovativen Produkten für ganz unterschiedliche Märkte. Besondere Stärke ist die vielfältige und oft kombinierte Nutzung von 45 eigenen Technologie-Plattformen, aus denen sich immer wieder neue Anwendungslösungen für die Kunden ergeben. Bei über 23 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr beschäftigt 3M weltweit etwa 75.000 Menschen und hat Niederlassungen in mehr als 60 Ländern..."

Von den 2000 € die Kunden beispielsweise für ein Projekt auf Zukunft-Innovation zu bezahlen haben, gehen meiner Rechnung nach 500 € an die Plattform Zukunft-Innovation, sprich 1500 € werden auf teils mehrere hundert Ideen verteilt, von denen 10 Ideen das Rennen machen. Als ob das nicht schon mager und traurig genug wäre, so betreibt obendrein eine kleine Innovatorenlobby auch noch Vetternwirtschaft, sprich durch das Pushen von Ideen werden Prämien im Community Ranking - aus meiner Sicht - ergaunert.

"...Was nicht oder nur vorübergehend funktioniert, ist Ausbeutung: mit dem Wissen und Können der Nutzer mächtig Gewinn zu erzielen und nichts zurückzugeben...." Doch genau das wird praktiziert.

Natürlich muss nicht mal jedes Projekt geldwertig prämiert werden, z.B. wenn es nicht gewerblich und dem Gemeinwohl dient. Doch das was für Ideen gewerblicher Projekte bezahlt wird, sind mit Verlaub fast immer Peanuts.

Wieviel ist eine Idee wert? Nur weil das Verfassen einer Ideen in ein paar Minuten geschehen kann, das zeigt leider nicht die Kreativität an, und die innewohnende Vorleistung, das was ein Mensch im Laufe seines Lebens an Erfahrungsschatz, Wissen und Ausprägung von Talenten und Fähigkeiten angeeignet hat. Teile davon jeweils sind nötig um überhaupt innovieren zu können.

Wie ist das teils mit Leuten die einen Hit haben? Da heißt es auch oft, der wäre in fünf oder zehn Minuten dahingekritzelt worden, verdient wurden damit teils Millionen. Natürlich ist es mit dem bloßen Aufschreiben eines Liedtextes allein nicht getan, doch die Innovatoren sind ja auch zu mehr bereit und auch zu mehr fähig, wenn denn man sie nur ließe. Doch wieso genau lässt man sie nicht?

Und nebenbei bemerkt, wieviele Songs oder einfach Ideen wurden davor und danach geschrieben, die im Papierkorb landeten?! Das wird leider scheinbar nicht gesehen und gerechnet. Weshalb wird den Innovatoren entweder nichts zugetraut oder weshalb sollen sie gar nicht weiter an später lancierten Produkten und Dienstleistungen mitverdienen dürfen?

Das Wissen bzw. die Kreativität des Kollektivs zu nutzen, bietet sehr viel positives Potential, doch leider sehe ich mehr Unternehmen, die bloße Umsatzsteigerung für Manager betreiben. Je weniger die Innovatoren verdienen umso abhängiger und besser manipulierbar bleiben die "Lohnskalven". Schade.

Wie lautet da ein alter Sponti-Spruch. Brot für die Welt, Kuchen für mich. :-(

http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/crowdsourcing-kollektive-ausbe...

Bild des Benutzers Martin Kitzing

Unternehmens-internes

Unternehmens-internes Crowdsourcing ist übrigens ein guter Pilot für ein mögliches externes Vorhaben. 3M hat im letzten Jahr einen globalen"Innovation Jam" veranstaltet, mit sehr guter Mitarbeiter-Beteiligung. Mehr Infos gerne auf Anfrage.
Gibt es andere Best-practices zu internen oder externen "Jams"?

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