Fachkräftemangel und Wissensschwund: was tun?

Fachkraeftemangel

Mit 11 Milliarden Euro beziffert eine Studie den Mehrumsatz, den die deutsche IT-Branche erwirtschaften könnte, wenn sie nicht unter Fachkräftemangel und „Brain Drain“ litte. Wie kommt es zur Misere und welche Lösungsansätze gibt es?

Vor allem mittelständische IT-Unternehmen scheinen laut einer Pressemitteilung des Branchenverbandes BITKOM regelrecht auszubluten: Deren Fachkräfte tragen ihr wertvolles Know-how zur Konkurrenz – vor allem, wenn ihnen eine besser bezahlte Stelle in einem Konzern angeboten wird – oder sie nehmen es mit in die Rente. Mit der Folge, dass die verbleibenden Experten sich überlastet fühlen.

Noch sind fast 80 Prozent der IT-Spezialisten unter 41 Jahre. Doch das wird sich mit dem demografischen Wandel ändern. Gerade in einem Bereich, wo das Wissen so schnell veraltet, wird es umso wichtiger, die alternde Belegschaft geistig und körperlich fit zu halten.

Personalverantwortung, in guten wie in schlechten Zeiten

Fehlt es an Fachkräften, so drohen zum einen geschäftliche Einbußen. Zum anderen misslingen Projekte: Laut einer Studie der IT-Branchenorganisation ISACA wird derzeit fast die Hälfte aller IT-Vorhaben abgebrochen. Zum Dritten gerät der Ruf Deutschlands als Hightech-Nation in Gefahr.

Das Manager Magazin hält das Problem allerdings für „hausgemacht“ – schließlich hatten sich die Unternehmen, die jetzt klagen, vor nicht allzu langer Zeit zahlreiche Fachkräfte entlassen.

Die hektische, durch gestiegene Anforderungen noch schwieriger gewordene Personalsuche hilft vor allem der Vermittlerbranche. Eine haltbare Lösung sieht anders aus – als vorbildliches Beispiel nennt der Artikel Materna. Kernpunkte der Personalpolitik des mittelständischen IT-Dienstleisters sind:

  • selbst ausbilden und Auszubildende übernehmen
  • Trainees fest anstellen
  • Praktika und Praxissemester für Schüler und Studenten anbieten
  • Mitarbeitern den nebenberuflichen Erwerb von Studienabschlüssen ermöglichen

Auch für den Geschäftsführer des IT-Anbieters PMCS ist Personalverantwortung das A und O. Wo Mitarbeiter als reiner Kostenfaktor betrachtet werden und die Börse ihre Entlassung belohnt, geht für ihn die Glaubwürdigkeit baden. Bei PMCS hingegen wuchs und wächst der Mitarbeiterstamm jährlich um 20-30 Prozent. Statt weniger qualifizierte Mitarbeiter zu entlassen, sorgt auch dieser Mittelständler für ihre Weiterbildung.

Ein weiteres Thema ist die Gehaltsentwicklung: Kein Wunder, dass die Bindung an den Arbeitgeber schwächelt, wenn diese im letzten Jahr beim Grundgehalt der Spezialisten im Schnitt ein klägliches halbes Prozent mehr springen ließen. Stattdessen sollten alle Experten, nicht nur die Besten, die viel beschworene Wertschätzung auch im Portemonnaie spüren.

Innovative Vergütungsmodelle wie das „Cafeteria-System“ bei Vanco sind eine spannende Möglichkeit, um wertvolle Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

Soziale Kompetenz: Während striktes Kosten- und Leistungscontrolling egoistische Karrieristen hervorbringt und das Personalkarussell nur antreibt, fördern längerfristige Arbeitsverhältnisse den Teamgeist und den allgemeinen Kompetenzzuwachs. Deshalb ist hohe Sozialkompetenz gerade in der Geschäftsführung gefragt, die „weiche“ Faktoren wie die genannten verstehen und umsetzen muss.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Ein weiterer Aspekt ist die langfristige Gesundheit der Mitarbeiter. Angesichts hoher Belastung und eines steigenden Durchschnittalters sind psychologische und physiotherapeutische Angebote sinnvoll.

Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland

Welche Handlungsfelder eine Lösung des Fachkräftemangels versprechen, beschreibt auch eine Broschüre der Bundesagentur für Arbeit. Der zahlenmäßige Ausblick bezieht sich jeweils auf das Jahr 2025.

1. Mehr Schulabschlüsse: Wäre die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss um 10-15 Prozent zu senken, ergäben sich daraus 50–300.000 zusätzliche Fachkräfte.

2. Mehr abgeschlossene Ausbildungen: Weitere 100-300.000 Fachkräfte wären zu erzielen, wenn von den heutigen Abbrechern 10-50 Prozent ihre Ausbildung abschlössen oder eine neue Ausbildung aufnähmen.

3. Mehr Studienabschlüsse: 10-15 Prozent weniger Studienabbrüche bedeuten 100-600.000 zusätzliche Akademiker. Einen Beitrag dazu leistet die Initiative Deutschlandstipendium.

4. Länger und mehr arbeiten: Das durch die Rente mit 67 zu erwartende „Erwerbspersonen-Potenzial“ entspricht etwa 930.000 Vollzeitbeschäftigten. Gelingt es mehr über 55-jährige Menschen im Beruf zu halten, bringt das den Gegenwert von einer halben bis 1,2 Millionen Vollzeitangestellten.

5. Erwerbsbeteiligung von Frauen verbessern: Eine höhere Beschäftigungsquote von Frauen vor allem durch Ganztagsbetreuung und das Ende des Ehegattensplittings entspricht4-900.000 Vollzeitäquivalenten; 300.000 bis 1,2 Millionen kämen bei einer Ausweitung der Arbeitszeit von teilzeitbeschäftigten Frauen hinzu.

6. Fachkräfte aus dem Ausland: Um 400-800.000 Fachkräfte anzulocken, muss Deutschland für diese Klientel an Attraktivität gewinnen. Eine umfassende Präsentation hierzu gab es 2011 anlässlich der Konferenz „Fachkräftebedarf und Zuwanderung“.

7. Wochenarbeitszeit erhöhen: Lassen sich die Vollzeitbeschäftigten zu freiwilliger Mehrarbeit überreden, bringt das den Gegenwert von 400.000 bis 1,1 Millionen Vollzeitangestellten.

8. Qualifizieren und weiterbilden: Wenn von den etwa 17 Prozent gering qualifizierten Erwerbsfähigen 10-20 Prozent eine höhere Qualifikation erreichen, entspricht das 400-700.000 Fachkräften.

9. Für mehr Durchblick sorgen: Ein weicher Faktor ist die „Arbeitsmarkttransparenz“, verschiedene Maßnahmen, durch die mehr Menschen die richtige oder überhaupt eine Stelle finden.

10. Mit Steuervorteilen locken: Dieses Handlungsfeld umfasst Maßnahmen im Bereich der Steuern und Abgaben, die Arbeitslose zur Annahme einer Stelle und Arbeitnehmer zu Mehrarbeit motivieren könnten.

Die Broschüre betont, dass eine höhere Fachkräftequote wohl nur mit einem Mix verschiedenster Maßnahmen und in Zusammenarbeit der Akteure am Arbeitsmarkt und in der Politik zu erreichen ist.

Artikel aus der Branche
07.05.2015
Neue Computertechniken verhelfen Betrieben zu Innovationssprüngen und mehr Gewinn, wie Beispiele zeigen. Doch viele Unternehmen haben Berührungsängste. 

30.04.2015
Die neuen, feinfühligen Maschinen können Hand in Hand mit Angestellten zusammenarbeiten. M. Buchenau, A. Höpner Handelsblatt Stuttgart/München Im Ansbacher Bosch-Werk hat die Zukunft der Fertigung schon begonnen. Sie wirkt noch etwas gewöhnungsbedürftig. Eine Roboterhand mit drei Gliedern setzt ein Steuerungselement erst in ein Bearbeitungszentrum ein und holt es anschließend heraus, um es direkt an eine Arbeiterin zu übergeben. 

24.03.2015
Mit hohem Aufwand soll Tokio noch erdbebensicherer werden. Mit Simulationen und neuen Gebäudetechnologien rüsten sich die Japaner für die nachste Naturkatastrophe. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
07.05.2015
Neue Computertechniken verhelfen Betrieben zu Innovationssprüngen und mehr Gewinn, wie Beispiele zeigen. Doch viele Unternehmen haben Berührungsängste. 

28.08.2014
Es muss nicht immer Erdöl sein. Viele Materialien lassen sich aus Pflanzen gewinnen. Industrielle Fertigungstechnik soll den Bio-Kunststoffen zum Durchbruch verhelfen. 

06.08.2014
Ein französischer Ökopionier wirbt für „Filtergärten“. Die Technik soll sogar Kläranlagen ersetzen können. Karin Finkenzeller Wirtschaftswoche ParisSkeptische Blicke istThierry Jacquet gewöhnt. „Es klingt ja auch ein bisschen seltsam, wenn einer behauptet, er würde Abwässer mithilfe von Pflanzen so sauber kriegen, dass man darin baden kann“, sagt der 49-jährige Franzose und zwinkert vergnügt durch die runde Brille. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
11.06.2015
Dank neuer Materialien dürften Chips immer potenter werden, meint Intel-Gründer Gordon Moore 

29.05.2015
Der Elektroauto-Spezialist Tesla sucht neue Absatzmärkte für Batterien. Während diese sich für Haushalte wohl noch nicht rechnen, sollen sie bei Versorgern einspringen – etwa bei einer Überlastung des Stromnetzes. B. Weddeling, T. Jahn, L. Bay Handelsblatt New York Im Silicon Valley will nahezu jeder Gründer sein wie Elon Musk, der 43-Jährige, der sein Vermögen mit Paypal machte und das Geld dann weiter investierte. In das Raumfahrtunternehmen SpaceX steckte er 100 Millionen Dollar, in Tesla Motors 70 Millionen und 30 Millionen in Solarcity.

21.05.2015
Schlaganfall-Patienten leiden oft lebenslang unter den Folgen. Doch eine neue Therapie verspricht eine dauerhafte Genesung. Dabei werden Blutgerinnsel mechanisch entfernt. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
05.05.2015
Weit draußen auf dem Meer produzieren Offshore-Windparks Strom. Doch wie kommt die Energie ans Festland? Für eine Lösung dieses Problems wurde Gunnar Asplund für den Europäischen Erfinderpreis 2015 nominiert. 

19.02.2015
Es klingt wie der Stein der Weisen: Ein Deutscher in China verwandelt Fäkal-Schlamm in Düngemittel und Biogas – und macht damit blendende Geschäfte HB I PekingHeinz-Peter Mang ist von der Idee besessen, aus menschlichen Fäkalien Geld zu machen. Angesichts der massenhaft in die Städte ziehenden Chinesen ist der deutsche Ingenieur überzeugt, dass das Land das große Los gezogen hat. 

04.12.2014
Kommunen suchen nach Wegen, die Laubberge im Herbst klimafreundlich weiterzuverwerten. HB I Berlin Jetzt fallen sie wieder, in gelb, rot und braun. Allein in Berlin, der grünen Hauptstadt, sind es etwa 70 000 Tonnen Blätter, die jeden Herbst an Straßen, in Parks und Gärten zusammengekehrt und dann entsorgt werden müssen. Es ist ein Laubberg, der rund 2000 Güterwaggons füllen könnte. Doch wohin mit der bunten Pracht? 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
13.08.2015
Telemedizin erobert die USA. Vorreiter ist die renommierte Mayo Clinic, die mit Apple kooperiert. 

11.08.2015
Als erster Hersteller will der US-Konzern 2016 ein selbstfahrendes Auto auf den Markt bringen. Auch Opel soll profitieren. Thomas Jahn Handelsblatt Detroit Milford Proving Ground ist eine der größten und ältesten Teststrecken der Welt. Auf dem 16 Quadratkilometer großen Areal prüft der Autobauer General Motors (GM) seit 1924 seine Fahrzeuge auf Herz und Nieren. Nun stellte GM dort ein neues Testgelände für selbstfahrende Autos vor. „Die Branche befindet sich an einem Wendepunkt“, sagte Mark Reuss, Produktchef von GM, bei der Einweihung. 

04.08.2015
Der gelbe Riese aus Bonn produziert seit Jahresbeginn Hunderte Elektrofahrzeuge in Eigenregie. Die Kastenwagen könnten sich als gutes Geschäft entpuppen. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
04.02.2015
Das Internet und neue technische Möglichkeiten zwingen Unternehmen zum Umdenken. Der Konsumgüterriese Procter & Gamble testet bereits den automatisierten Kauf von Rasierklingen. 

15.10.2014
Forscher entwickeln künstliche Gliedmaßen mit neuronalem Anschluss. Damit lassen sich sogar Trauben pflücken. HB I Cleveland Handprothesen mit viel Fingerspitzengefühl haben amerikanische und schwedische Forscher entwickelt. Dabei nutzten sie neuartige Verschaltungen zwischen den Prothesen und den vorhandenen Nerven im amputierten Arm der Patienten. Die Wissenschaftler konnten so deren Gespür für Gegenstände deutlich verbessern. Beide Forscherteams beschreiben ihre Arbeiten im Journal „Science Translational Medicine“. 

18.08.2014
Jeff Bezos, Konzernchef und Multimilliardär, finanziert High-Tech-Projekte wie Raumfähren fürTouristen Matthias Hohensee Wirtschaftswoche Silicon Valley Seine Kritiker halten Jeff Bezos für einen skrupellosen Hasardeur, der Amazon um jeden Preis immer größer machen will – ohne Rücksicht auf Aktienkurs und Rendite. Erst vor wenigen Wochen meldete der US Internetkonzern einen Verlust von 126 Millionen Dollar für die vergangenen drei Monate. Und stellte einen noch höheren Fehlbetrag für das laufende Quartal in Aussicht. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
25.08.2015
Eine neue Hand aus dem 3D-Drucker: Das Verfahren soll künftig auch Menschen ohne Zugang zu Hightech-Prothesen helfen. Entwickler feiern die Idee weltweit. Doch die Forschung steht noch am Anfang. 

22.04.2015
Tödliche Rückschläge, zahlreiche Pleiten – nach 25 Jahren Forschung wird das Reparieren von Genen nun zum Geschäft. Erste Verfahren gegen Erbkrankheiten kommen auf den Markt, bald sind Krebs und Herzleiden an der Reihe. 

15.04.2015
Der Internetriese entwickelt gemeinsam mit dem US-Pharmariesen J&J neue Robotiksysteme. Astrid Dörner Handelsblatt New York Die Details sind vage, doch die Vision ist klar. Google kooperiert mit dem weltgrößten Pharmakonzern Johnson und Johnson (J&J), um den Operationssaal der Zukunft zu gestalten. Es geht um roboterassistierte Chirurgie.

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
17.09.2015
Auf der IFA in Berlin haben sich Fernsehhersteller mit hohen Kontrasten und schillernden Farben gegenseitig überboten. Doch stellt die Superschärfe die TV-Branche vor neue Herausforderungen. 

15.09.2015
Neue Geräte zur Schlafüberwachung sind weit mehr als nur ein weiteres Gadget. Angesichts der Überalterung der Bevölkerung könnten sie zu einem Zukunftsmarkt werden. Elektronikkonzerne wittern bereits ein Milliarden-Geschäft. 

11.09.2015
Mit der Entschlüsselung des Gehirns steht die Menschheit vor einer neuen Epoche: Gedanken beginnen, Maschinen zu steuern, Maschinen, Gedanken zu lesen. Das Marktpotenzial der Hirnforschung ist riesig. 

Weitere Artikel aus der Branche
Artikel aus der Branche
06.01.2015
Gummihütchen, Membranen oder Mini-Schalter: Die Welt der Computertastaturen ist geheimnisvoll. Doch nicht jedes Modell ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet. 

29.07.2014
High-Tech-Kameras drehen 360-Grad-Filme, liefern autonom Luftaufnahmen per Drohne und verschmelzen virtuelle und reale Welt. 

22.08.2013
Große Hitze und ständige Stromausfälle: Die Strapazen für Handys und Internet auf dem Schwarzen Kontinent sind groß. Kenianer haben eine neue Technologie entwickelt, die dem Rechnung trägt.Wer in Afrika reist oder arbeitet, weiß, dass Kommunikationsverbindungen schon wegen der unsicheren Stromversorgung Glückssache sind. Mittlerweile ist zwar ein Großteil des Kontinents ans Mobilfunknetze angeschlossen. Doch was nutzt das, wenn die Antenne, der Laptop oder das Ladegerät gerade keinen Strom haben oder wegen empfindlicher Elektronik in dem extremen Klima den Geist aufgeben?

Weitere Artikel aus der Branche
0 KommentareKommentar schreiben
Kommentar hinzufügen
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu verifizieren, ob Sie ein realer Benutzer sind und so automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Wer sind wir
Logo 3M
3M beherrscht die Kunst, zündende Ideen in Tausende von einfallsreichen Produkten umzusetzen – kurz: ein Innovationsunternehmen, welches ständig Neues erfindet. Die einzigartige Kultur der kreativen Zusammenarbeit stellt eine unerschöpfliche Quelle für leistungsstarke Technologien dar, die das Leben besser machen. Deshalb: Wenn Sie denken, dass 3M etwas für Sie tun kann, dann schreiben Sie uns.
Partner:
FAZ - Institut
RWTH Aachen
F&E Manager
Technische Uviversität Berlin
3M - Contentpartner
Steinbeis SMI
eSSENTIAL Accessibility Icon Download free eSSENTIAL Accessibility Browser