Schuhe aus dem Drucker

Schuhe

Der 3D-Druck eröffnet der Modeindustrie neue Möglichkeiten

 

Tobias Finger Wiwo Green Düsseldorf Bisher gehört Nachhaltigkeit nicht gerade zu den herausragenden Merkmalen der Modeindustrie. Wie in vielen anderen Branchen könnte der 3D-Druck das ändern. Mary Huang hat das Potenzial der Technik früh erkannt und präsentierte bisher unter anderem einen Bikini aus dem Drucker. Jetzt hat die Designerin aus New York mit ihrem Modelabel Continuum Fashion das erste Modell einer gedruckten Schuhkollektion präsentiert.

 

Beim „Laurel Tree“ handelt es sich um Damen-Sandalen mit zehn Zentimeter Keilabsatz. Das Design ist außergewöhnlich und ist laut Huang an Berninis Statue „Daphne und Apollo” angelehnt. Die nächsten Modelle der „Myth“ getauften Kollektion will sie in den nächsten Monaten präsentieren, nachdem weitere Lauftests und die letzten Designschliffe durchgeführt wurden.

 

Neue Technik mindert Materialeinsatz

Für Huang ist der 3D-Druck die Technologie, die der Modeindustrie die Tür zur Nachhaltigkeit öffnet. Getreu diesem Motto bestehen 90 Prozent aller Teile des Schuhs aus Komponenten, die ein kleiner Desktop-Printer erzeugt. Gedruckt und zusammengesetzt sind die Schuhe in New York. Das Endprodukt hat allerdings auch seinen Preis: Rund 250 Euro kostet ein Paar.

 

Zum einen führt die Produktion mit 3D-Druckern zu praktisch keinem Materialabfall. Es entsteht also ein Zero-Waste-Produkt. Die Umweltfreundlichkeit reicht von der digitalen Verbreitung der Druckvorlagen und damit wegfallender Transportwege für Rohmaterialien aber noch weiter. Theoretisch ließe sich der Schuh auch wieder zu Ausgangsmaterial für einen neuen Schuh recyceln.

 

Zum anderen lassen sich bessere Produkte designen und fertigen: „Die Struktur in dem gedruckten Schuh ist zum Großteil hohl, was ihn viel leichter macht“, sagte Huang dem Blog Ecouterre. „Das lohnt sich nicht nur für Schuhe mit Absätzen, sondern hat auch für Hochleistungs- und Sportschuhe ein großes Potenzial.“ Und tatsächlich experimentieren Hersteller wie Nike aktuell mit Druckverfahren in der Produktion – allerdings für Taschen.

 

Über Geschmack lässt sich zwar bekanntlich (nicht) streiten, gerade bei einem so außergewöhnlichem Design wie dem des Laurel Tree. Wenn es aber um Umwelt und Innovationsfreudigkeit geht, ist Continuum Fashion ein Vorbild für den Rest der Branche. 

 

Handelsblatt 09.09.2014

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