Das drahtlose Körper-Netzwerk: Neues aus der Telemedizin (Teil 2)

Das drahtlose Körper-Netzwerk: Neues aus der Telemedizin (Teil 2)

Hollywood-Gerüchten zufolge ist ein 3D-Remake von „Die phantastische Reise“ in Vorbereitung. Ob die U-Boot-Fahrt durch einen menschlichen Körper heute noch so beeindrucken kann wie 1966? Schließlich ist die Zukunftsfantasie der heutigen Realität schon sehr nahe.

Laut VDI-Nachrichten hat ein kalifornisches Startup bereits die Zulassung für eine mit einem Chip versehene Tablette, die ihr Eintreffen im Patientenmagen per WLAN meldet. Der Name des Unternehmens lautet übrigens wie der des U-Boots aus der „phantastischen Reise“: Proteus (Digital Health).

Die Übermittlung von Daten aus dem Körper zum Beispiel an ein Smartphone geschieht über ein Wireless Body Area Network (WBAN). Chips zur Kontrolle einer Krebstherapie und zur regelmäßigen Medikamentengabe sind weitere Möglichkeiten der Mikrosysteme, die zurzeit entwickelt und getestet werden. So arbeitet in Münster eine Forschergruppe an einer Insulinpumpe, die der Arzt per SMS steuern kann. Schon am Markt sind Mini-Defibrillatoren für Herzschwäche-Patienten.

Der Körper geht ans Netz

Internet 1.0, Mobilfunk und das Internet der Dinge sind die drei bisherigen Wellen der Vernetzung. Als vierte Welle macht netzwertig.com nun die Vernetzung der biologischen Systeme aus. Bei „Augmented Reality“ nimmt der Anwender über seine Sinne eine computermanipulierte Realität wahr. Voll und ganz in diese Realität abzutauchen, wird mit der Einspeisung der Informationen in die menschlichen Sinnesorgane möglich. Eine Vorstufe dessen erkennt der Autor in Google Glass. Ebenfalls zur vierten Welle passen die Body-to-Body-Netzwerke (BBN), die gerade in Belfast entwickelt werden.

Herzschrittmacher ohne Ende

Bisher halten Herzschrittmacher etwa zehn Jahre, dann ist die Batterie erschöpft und muss mit einer weiteren Operation ausgetauscht werden. Für dieses Problem gibt es zwei Lösungsansätze: die kabellose Stromversorgung und piezoelektrischen Stromgewinnung aus der menschlichen Atmung.

Elegante Elektroschrott-Entsorgung

Angesichts von Pillen mit Chip und Sendern im Körper stellt sich die Frage nach der Entsorgung der medizinischen Mikroelektronik. Darauf haben laut Spiegel Forscher von der Universität Illinois eine Antwort – sie arbeiten an Transistoren und Sensoren, die sich nach einer bestimmten Zeit im Körper restlos auflösen.

Von Video-Sprechstunden, vernetzten Kliniken und WiFi-Waagen berichtete Teil 1 dieses Beitrags.

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